Sagen wir, meine Sorge ist ein Flugzeugabsturz. Ich kann ja nicht wirklich einen Flugzeugabsturz erleben ...
Das ist eine sehr häufige Frage. Viele glauben genau deshalb, dass ihre Gedanken oder Sorgen nicht für Exposition geeignet sind. Bei Exposition geht es aber tatsächlich darum, sich der Möglichkeit von etwas auszusetzen, nicht der Sache selbst. Denk daran: Eine Phobie liegt vor, wenn die Angstreaktion in keinem Verhältnis zur Gefahr einer Situation steht. Bei der Angst vor einem Flugzeugabsturz wäre es also nie sinnvoll, einen Absturz zu erleben, denn dort wäre die Angst angemessen. Wenn du aber Dinge, die du im Leben tun möchtest, nicht tun kannst, etwa reisen, Familie besuchen oder Ausflüge machen, und die Angst dich zurückhält, dann ist sie unverhältnismäßig. Bei der Exposition geht es darum, die Angst zu verarbeiten, die der Gedanke an einen Absturz auslöst, und dem Gehirn Zeit zu geben, sich neu zu vernetzen, bis es keine so starke Angstreaktion mehr erzeugt.
Diese Antworten stammen von Menschen mit denselben Ängsten, die mit Expositionstherapie arbeiten, die schon Tausenden zum nächsten Schritt verholfen hat. Sieh dir ihre Erfolge an und teile deine eigenen.